Homeoffice für den perfekten Workflow

Homeoffice. Für die einen ein Luxus, für die anderen Alltag.

Immer mehr Leute gehen von zu Hause aus ihrer Arbeit nach und auch immer mehr versuchen sich ein Homeoffice aufzubauen. 

Jeder Student und viele Angestellte, Unternehmer oder Selbstständige arbeiten täglich oder sehr regelmäßig von zu Hause aus. Grund genug einige hilfreiche Tipps und Routinen zusammenzusuchen, die auch dir dabei helfen können, deinen Workflow zu Hause effektiver und produktiver werden zu lassen.

 

 

1. Einen Zeitplan für den Tag erstellen und Pausen einplanen

Das größte Problem beim Homeoffice sind ohne Frage die Ablenkungen, wie zum Beispiel Hausarbeit, Mitbewohner, Unordnung, etc., die überall lauern. Eine enorme Menge an Disziplin ist erforderlich, wenn man trotz all dieser Ablenkungen produktiv von zu Hause aus arbeiten möchte. Genau deswegen ist es extrem hilfreich, sich einen genauen Plan für den Tag zurechtzulegen. Plane deine Aufgaben deswegen genau und versuche dir einige Ziele, die du unbedingt an diesem Tag erreichen willst, zu setzen. 

Ebenso dazu gehören feste Pausen, sowie Belohnungen für erreichte Ergebnisse. Bei deinen Zielen solltest du stets darauf achten, dir nicht zu viel vorzunehmen, denn wenn du dich überschätzt und merkst, dass du deine Ziele nicht erreichen wirst, ist das frustrierend. Dieser entstandene Frust findet sich in der darauf folgenden Unproduktivität wieder. 

Nehme dir deswegen ungefähr 5-7 große Aufgaben vor, die du an diesem Tag erledigen willst.

Am besten folgst du bei der Aufgabenbewältigung dem Prinzip „eat-that frog“ aus dem gleichnamigen Buch von Bryan Tracy. Eat that Frog heißt so viel wie „bring die schlimmste Aufgabe schnell hinter dich“ und „iss den Frosch als erstes“. So baust du Momentum auf und kannst den ganzen Tag produktiver arbeiten. Für jede Aufgabe steckst du dir dann jeweils einen realistischen Zeitrahmen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass auch dein Arbeitsumfeld, Energielevel und Fokus entscheidend sind wie effektiv du die Aufgabe erledigst. Nachdem du einen Zeitplan mit allen Aufgaben erstellt hast und deine Ziele sowohl lang-, als auch kurzfristig festgelegt hast kann es los gehen.

 

 

2. Arbeitsplatz und Schlafplatz trennen

Natürlich ist unumgänglich, dass dein Zuhause auch der Ort ist an dem du wohnst bzw. schläfst. Beim Homeoffice solltest du aber besonders darauf achten, dass du deinen Schlafbereich räumlich von deinem Arbeitsbereich abtrennst. Sonst besteht die große Gefahr, dass du an einem schlechten Tag dein Bett siehst und dich wohlmöglich auch noch reinlegst. Gleichzeitig ist es unvorteilhaft, wenn du abends deinen Arbeitsplatz siehst und Gedanken an die Arbeit verschwendest. Wenn du beide Bereiche räumlich voneinander trennst wirst du merken, dass sowohl deine Schlafqualität, als auch dein Workflow sich deutlich verbessern werden.

 

 

3. Arbeitsplatz einrichten

Um maximal produktiv arbeiten zu können und so auch die besten Ergebnisse zu erzielen, solltest du dir deinen Arbeitsplatz optimal einrichten. Eine gute Organisation und ein ordentlicher, aufgeräumter und einheitlicher Schreibtisch sind Grundvoraussetzung für optimale Arbeitsbedingungen. Einige Beispiele und Inspiration hierfür kannst du dir zum Beispiel auf Instagram oder Pinterest suchen. Wichtig ist immer, dass dir dein Arbeitsplatz gefallen muss. Erreichen kannst du das auch durch einige Elemente wie ein motivierendes Bild oder Objekt nahe deinem Arbeitsplatz. 

Elon Musk zum Beispiel hat zwei Bilder vor seinem Büro hängen. Eins vom Mars wie man ihn heute kennt und eins vom Mars als grünen Planeten mit Meeren und Landfläche. Letzteres ist seine Vision dem Menschen das Leben außerhalb der Erde zu ermöglichen, wie es aus seiner Biographie hervorgeht. 

Deine Motivation muss dein „Warum“ sein. Es muss der Grund sein, warum du früher aufstehst als andere, warum du mehr und härter arbeitest als andere und warum du dein Ziel erreichen wirst. Eine Möglichkeit deine Träume und Wünsche zu visualisieren findest du innerhalb unseres Moduls „Visualisierung“. Mit deinem perfekt eingerichteten Arbeitsplatz kannst du jetzt voll durchstarten.

 

 

4. Arbeitsplatz regelmäßig verlassen

Dein Arbeitsplatz aus Punkt 3 sollte natürlich angenehm sein und so eingerichtet sein, dass du ohne Probleme mehrere Stunden daran sitzen kannst, ohne dich unwohl zu fühlen. Jedoch kann es nach ein paar Stunden passieren, dass du zu träge und zu müde zum arbeiten wirst. Im Büro würde jetzt deine Produktivität sinken und du würdest dich vielleicht mehr mit deinen Kollegen unterhalten. Zu Hause kann es passieren, dass du dich zu einer kurzen Pause gezwungen siehst und dich für geplante 30 Minuten ins Bett legst. Aus den geplanten 30 Minuten werden dann schnell 60 und schnell der ganze Tag. Auch deswegen ist es sinnvoll Arbeitsplatz- und Schlafplatz klar voneinander zu trennen (Punkt 2).

Wenn du allerdings deinen Arbeitsplatz regelmäßig ungefähr einmal die Stunde verlässt, zum Beispiel um etwas zu Trinken oder einen Kaffee zu machen, dann bringst du durch die kurze Bewegung deinen Körper kurzzeitig auf Touren und umgehst so die Müdigkeit. Arbeitsphasen sind natürlich unersetzbar wichtig, jedoch musst du auch Abwechslung in deinen Tag einbauen, damit du über den gesamten Tag ohne größere Anstrengungen produktiv sein kannst.

 

 

5. Arbeitsort wechseln

Wie bereits die letzten Punkte deutlich gemacht haben sollten ist dein Arbeitsplatz unersetzlich für dich, besonders im Home-Office. Trotzdem kann langes Arbeiten an einem Arbeitsplatz auf die Dauer langweilig werden. Eine Möglichkeit immer mal wieder neue Arbeitsplätze kennen zu lernen sind Cafés oder Workingspaces. Allerdings ist dort die Arbeitsatmosphäre häufig schlechter als einem perfekt auf dich abgestimmten Arbeitsplatz. Dies sollte dich jedoch nicht daran hindern besonders einfache Aufgaben auch ab und zu an solchen Orten zu bearbeiten. Sie besonders gute Möglichkeiten neue Kontakte zu knüpfen und sich mit Gleichgesinnten zu verbinden.

Eine andere sehr leicht umsetzbare Möglichkeit ist es den Arbeitsplatz innerhalb deiner Wohnung ab und an zu wechseln. Wenn du beispielsweise merkst, dass dein Fokus etwas nachlässt setz dich doch einfach mal mit deinem Arbeitsmaterial an deinen Wohnzimmertisch. Versuche so deinen Fokus wieder zu schärfen und dir bewusst zu machen, welche Aufgaben aus Punkt 1 dieser Liste du noch bearbeiten musst. Nur so kannst du jeden Tag dein Ziel erreichen.

 

 

6. Normal anziehen

Homeoffice bedeutet für viele Leute, die vielleicht auch gerne Homeoffice nach ihren Vorstellungen machen würden, ein paar Stunden Arbeit am Tag in Jogginghose. Natürlich gibt es auch Leute, die das genau so machen, aber glaubst du, dass diese Leute außerordentlich produktiv und erfolgreich sind? Wahrscheinlich nicht.

Und um genau das zu vermeiden, ist es sinnvoll, wenn du dir genau die Klamotten zu Hause anziehst, die du auch in einem Großraumbüro tragen würdest. Dabei brauchst du vielleicht nicht jeden Tag ein frisch gebügeltes Hemd, aber eine Jeans und ein ordentliches T-Shirt sollte auch im Homeoffice der Mindestanspruch sein. Durch normale Kleidung wird mehr Arbeitsmotivation erzeugt, die du ganz einfach durch eine kleine Erfolgsgewohnheit am Morgen für dich nutzen kannst. Denk immer daran, Homeoffice ist nicht gleich Homeoffice.

 

 

7. Externe Störfaktoren vermeiden

Einer der größten Feinde der Produktivität sind, wie bereits erwähnt, Ablenkungen. Natürlich ist es unmöglich alle Ablenkungen aus deinem Arbeitsleben zu verdrängen, allerdings ist es möglich Ablenkungen zu minimieren. Vor allem die Ablenkungen, die aus externen Störfaktoren resultieren sind einfach zu minimieren. Die erste große Ablenkung, die vermeintlich jeder kennt ist das Handy. Natürlich gehört das Handy in Zeiten der digitalisierten Arbeitswelt genau so zum Berufsleben wie ein Computer oder Laptop. Trotzdem lassen sich unnötige externe Störfaktoren vermeiden, indem du beispielsweise das Wlan und die Mobilen Daten an deinem Handy ausstellst. So kannst du verhindern, dass dich nervige WhatsApp-Nachrichten erreichen und hast gleichzeitig die Möglichkeit wichtige Telefonate zu führen. Auch am Computer kannst du dich aus deinem Email-Postfach auszuloggen, um bei wichtigen Projekten den vollen Fokus zu behalten.

 

 

8. Netzwerken

Von zu Hause zu arbeiten bringt einige Vorteile aber auch mindestens einen ganz großen Nachteil mit sich. Du arbeitest allein und hast kaum Möglichkeiten Experten, Gleichgesinnte oder Leute mit ähnlichen Problemen zu finden. Du darfst auf keinen Fall aufhören zu netzwerken und einfach immer Stillen vor dich hin arbeiten. Am meisten kannst du immer noch von anderen Menschen lernen, deshalb gehe zu Seminaren, besuche Workshops und schau dir gute Speaker an, die dich neu motivieren und dich auf einen neues Level bringen können. Wachstum ist das Ziel und alleine zu wachsen ist viel schwieriger, als mit anderen Menschen zusammen. Netzwerken ist extrem wichtig und essentiell für deinen Erfolg, egal ob privat, geschäftlich, im Sport oder in deinem eigenen Business.

 

 

9. Ausgewogen ernähren

Im Prinzip dürfte es keine neue Erkenntnis sein, dass eine ausgewogene und gesunde Ernährung dein Leben in allen Bereichen nachhaltig verbessert. Deine Produktivität ist aufgrund deiner Energie wesentlich höher und du wirst deine Ziele schneller und erfüllender erreichen. Im Modul Frühstück erfährst du, wie du dein perfektes Frühstück für dich findest und was du alles brauchst, um mit voller Energie in den Tag zu starten und auch den ganzen Tag über genügend Energie zu haben. Sei dir immer bewusst, dass deine Ernährung deine Grundlage für einen erfolgreichen Tag ist und du nur langfristig deine Ziele erreichen kannst, wenn du jeden Tag zu Deinem Tag machst. Ganz getreu dem Motto: Versuche jeden Tag besser zu sein, als du gestern warst.

 

 

10. Sinnvollen Meetingraum wählen

Meetings gehören in der modernen Arbeitswelt zum Alltag vieler Menschen. Im Prinzip sind Meetings mehr Lösung als Problem. Was dieses Thema betrifft, so ist die Podcastfolge „Wie du Businesstheater erkennst//Prof. Dr. Lars Vollmer“ bei Gedankentanken sehr empfehlenswert. Dort wird besonders die zunehmende Sinnlosigkeit von Meetings thematisiert.

Generell sind Meetings jedoch sehr hilfreich in vielen Bereichen. Und auch für dich, wenn du Homeoffice betreibst, betreiben möchtest oder darüber nachdenkst ins Homeoffice überzugehen sind Meetings absolut empfehlenswert. Es gibt jedoch ein Problem. Du arbeitest von zu Hause und hast vermutlich ein geringes Interesse daran, jeden Tag Kunden oder Vertreter bei dir in der Küche oder im Wohnzimmer sitzen zu haben. Eine Möglichkeit bieten in diesem Fall natürlich auch Online-Meetings, sowie Telefonate.

Beide Möglichkeiten sind jedoch eher weniger als ein Ersatz zu realen Meetings, sondern mehr als Ergänzung zu diesen zu sehen. Wie so ein Meeting bei dir zu Hause ablaufen könnte kannst du dir vielleicht vorstellen, wenn du das Buch „Machen“ der drei „dein-muesli“-Gründer gelesen hast. Sie haben die ersten Meetings mit externen Vertretern in ihrer WG-Küche abgehalten. Sorge also am besten dafür, dass du frühzeitig einen Meetingraum buchst in einem nahegelegenen Hotel oder einem Workingspace, um zum einen Professionalität auszustrahlen und zum anderen auch erfolgreiche Meetings abhalten zu können.

 

Alles in allem ist Homeoffice ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Wenn du es dir erlauben kannst, versuche auf einige Punkte dieser liste zu achten. Du wirst merken, dass du zu Hause genau so produktiv sein kannst wie im Büro. Viel Erfolg auf deinem Weg.

 

 

 

 

 

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